film

Mein filmisches Tun begann 1986. Ein junger Mann namens Stefan Martin wollte einen Kurzfilm drehen und wandte sich an mich, ob ich eine Geschichte dafür hätte. Völlig unerfahren im Bildmetier, reizte mich die Sache sehr, und ich sagte "ja". Bunuel und Tarkowski im Hinterkopf, goss ich das mich aktuell Bedrängende meines Lebens in elementare surreale Bilder und Szenen. Stefan Martin holte diese kongenial in die Kamera, und es entstand unser erster gemeinsamer Film: "Zu Tisch". Obgleich durch fast fünfzehn Altersjahre getrennt, spürten wir die tiefe künstlerische und seelische Verwandtschaft und Verbundenheit, aus der eine ganze Reihe von Filmen hervorging. Es entstanden vier Dresden-Filme, die in dokumentarischen Bildern der Stadt unser Lebensgefühl zu der entsprechenden Zeit ausdrücken sollten: "HIER" (1988) , "Die besten Bilder eines Films" (1990), "Dresden schwarz-weiß" (1992) und "NICHTS als LEBEN" (2006). Desweiteren entstanden die Kurzspielfilme "KOINZIDENZ" (1989) und "Das Projekt" (1990).

Unser letztes gemeinsames
Projekt wurde ein Film über die Frau: "Ich schaue Dich an" (2011 – Erstfassung: "FRAUEN", 2009). Bewegende dokumentarische Bilder von Frauen, ohne ein einziges Wort des Berichts oder der Erläuterung.

Im Sommer 2008 entstand mein erster abendfüllender Film "Treffpunkt Kronentor". Wir erleben einen Stadtrundgang durch Dresden mit meiner Bühnenfigur "Der betrunkene Sachse". Ein großer ernsthafter Spaß, eine Liebeserklärung an eine Stadt im Spiel der Zeit.